Müssen die Finanzierungsstrukturen in der Sozialwirtschaft innovationsfeindlich sein?

Private und freigemeinnützige Sozialunternehmen brauchen Innovationen, um im Markt bestehen bzw. ihren gemeinwohlorientierten Auftrag umsetzen zu können. Innovationsbudgets sind in den gängigen Finanzierungssystematiken der Sozialwirtschaft entweder gar nicht oder nur unzureichend vorgesehen. Zuwendungen sind darauf ausgelegt, dass nur nach bekannten und/oder standardisierten Methoden gearbeitet wird und die einzelnen Kostenfaktoren nicht neu oder anders miteinander kombiniert werden können. Problematisch ist auch die fehlende Anerkennung von unternehmerischen Risiken in den Entgelten, Zuständigkeitsdiffusion auf Seiten der Leistungsträger und Probleme bei der Verstetigung von innovativen Vorhaben. Zudem bestehen rechtliche und steuerliche Einschränkungen, die der Innovationsfinanzierung im Wege stehen. Das Forum will einerseits auf hemmende Faktoren hinweisen aber gleichzeitig auch Lösungsansätze für innovationsfreundliche Finanzierungsstrukturen diskutieren.

MODERATION:

  • Dr. Christopher Bangert, Referat Sozialwirtschaft des DCV
  • Gast: Dr. Peter Gitschmann, Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS)

 

1. Die Innovationsfeindlichkeit von Leistungsbeziehungen in der Sozialwirtschaft am Beispiel der (Zuwendungs-)Finanzierung für Kindertageseinrichtungen – eine Provokation

  • Stefan Spieker, Geschäftsführer Fröbel e. V. FRÖBEL-Gruppe

 

2. Innovative Wege zur Finanzierung von Innovationen

  • Thomas Eisenreich, VdDD Verband der diakonischen Dienstgeber in Deutschland