Herzlichen Glückwunsch unseren drei Gewinnerprojekten!

Wir gratulieren unseren Gewinnerprojekten ganz herzlich!


BRIDGE & TUNNEL - WE DESIGN SOCIETY

MEMORE BOX

INTEGREAT

 

Lesen Sie unten was die drei unterschiedlichen Projekte im Speziellen ausmacht und was sie mit ihrem Engagement bewegen möchten.

We design society. Bridge&Tunnel steht für Design, das Gesellschaft verändert.

Unser Social Design Label bringt professionelles Design und gesellschaftlich benachteiligte Menschen mit flinken Händen zusammen. Wir fertigen lokal und fair: in Hamburg-Wilhelmsburg von Frauen und Männern, die lange Zeit keinen Job finden konnten, aber tolle handwerkliche Fertigkeiten haben, sowie von Menschen mit Fluchtgeschichte, die erst vor kurzer Zeit nach Deutschland gekommen sind. Für unser Design verwenden wir post-consumer waste. Deshalb ist jedes Produkt ein Unikat. So verhelfen wir wertvollen Materialressourcen zu einem neuen Leben in style und hoffnungsvollen Talenten aus aller Welt zu einem erfüllenden Job mit Anerkennung. Bridge&Tunnel entwirft Accessoires und Interior Design Produkte.

Kollektion #1: Denim Love umfasst hochwertige Hand- und Reisetaschen (Weekender, Damentasche, Laptop Sleeve, Rucksack) sowie Teppiche und Sitzmöbel für Kinder.

Aktuell arbeiten in unserem Produktionsteam 4 - zuvor langzeitarbeitlose - Näherinnen, die gebürtig aus Indien, der Türkei oder Afghanistan kommen. Angeleitet werden sie von 2 weiteren Frauen (mit Migrationshintergrund), die ausgebildete Schneiderinnen oder Bekleidungstechnikerinnen sind. Seit Dezember wird unser Frauenteam zudem von einigen Männern mit jüngerer Fluchtgeschichte ergänzt, die erst vor kurzer Zeit nach Deutschlang gekommen sind, aber teilweise tolle Erfahrungen als Schneider oder Näher aus ihren Heimatländern Syrien oder Afghanistan mitbringen. Mehr dazu unter www.bridgeandtunnel.de/team

Obwohl wir unser Label erst im Sommer 2016 gelauncht haben, erfreuen wir uns bereits über aufregende Auszeichnungen (http://bridgeandtunnel.de/de/auszeichnungen/) und eine wahnsinnig tolle Presseberichterstattung (http://bridgeandtunnel.de/de/presse/).

 

bridgeandtunnel/ STOFFDECK Co-Working Wilhelmsburg

http://bridgeandtunnel.de/de/bridgetunnel-we-design-society/

Memore-Box - spielerische Umsetzung therapeutischer Übungen für Senioren

Die Memore-Box des Start-ups RetroBrain ermöglicht die spielerische Umsetzung therapeutischer Übungen für Senioren und kommt im Hospital zum Heiligen Geist zum Einsatz. Kegeln, Motorradfahren oder Tennis spielen – Die Bewegungen des Spielers werden über die Box direkt auf den Bildschirm jedes handelsüblichen Fernsehers ins virtuelle, aber lebensnahe Geschehen übertragen. Die durchgeführten Bewegungsabläufe trainieren Koordinationsfähigkeit, Beweglichkeit, Gleichgewichtssinn, Reaktionsvermögen und Kognition. Damit kann etwa die Sturzgefahr reduziert und beginnende Demenz verlangsamt werden. Als nutzen erhoffen wir uns mehr Gesundheit und Lebensqualität für die Senioren und gleichzeitig eine Entlastung des Pflegepersonals.

Das Hospital zum Heiligen Geist führt in Kooperation mit der BARMER und der Humboldt-Universität Berlin und RetroBrain seit Mitte 2016 ein Modellvorhaben nach § 20g SGB V durch. Dabei werden die Auswirkungen regelmäßigen Spielens mit der Memore-Box auf Sturzwahrscheinlichkeit, Kognition und Lebensqualität untersucht. Hospital zum Heiligen Geist, RetroBrain und die BARMER setzen mit diesem Modellvorhaben die erste Kooperation von Start-up, sozialwirtschaftlichem Unternehmen und Krankenkasse nach Vorgaben des neuen Präventionsgesetzes um.
Ein Video hierzu ist hier zu sehen:

https://youtu.be/AyFztZ7YULI

https://www.youtube.com/watch?v=AyFztZ7YULI

Hospital zum Heiligen Geist/Barmer/Humboldt-Universität Berlin/RetroBrain
https://memore.de/

Integreat - mobile App für Menschen, die durch Flucht oder Migration in eine fremde Kultur kommen

In 2015 und 2016 wurden zusammen über eine Million Asylanträge in Deutschland gestellt. Diese große Anzahl an Geflüchteten binnen eines kurzen Zeitraums stellen die Verwaltungen der Kommunen und Städte vor eine große Herausforderung bei der Asyl- und Integrationsarbeit. Beratungsstellen sind häufig überlastet und auch den Neuankommenden fällt die Orientierung in der für sie neuen Umgebung vor allem in den ersten Wochen schwer. Gebietskörperschaften fehlen oft die technischen und finanziellen Mittel, um eine digitale Integrationsplattform in Form einer mobilen App zu entwickeln.

Für die Geflüchteten sind viele verfügbare Informationen im Internet nur schwer zugänglich und oft nicht mehrsprachig. Generell ist zwischen globalen Informationen (deutschlandweit gültig) und lokalen Informationen (Besonderheiten in der Kommune) zu unterscheiden. Je lokaler die Informationen sind, desto wertvoller sind sie für die Asylsuchenden: Wie bekomme ich eine Facharztüberweisung? Welche Sozialkaufhäuser gibt es und wo befinden die sich? Wer ist mein erster Ansprechpartner für Deutschkurse? Welche Besonderheiten gibt es bei den Schulen in meiner Stadt oder meinem Landkreis?
Es gibt eine Vielzahl von Projekten, welche globale Informationen zu Asylrecht, Leistungsbezug etc. zur Verfügung stellen. Auf der anderen Seite gibt es viele Städte, die bereits Websites eingerichtet haben, um sowohl lokale als auch globale Informationen aufzubereiten.
Unser Projekt: Eine mobile App für Menschen, die durch Flucht oder Migration in eine fremde Kultur kommen. Unsere Plattform Integreat vereinfacht den Informationsfluss zwischen Kommunen, Hilfsorganisationen und Geflüchteten. Gemeinsam mit unseren Partnern, schaffen wir eine mehrsprachige, offline nutzbare App, die Geflüchteten im Alltag wichtige Informationen bereitstellt. Die Inhalte werden von lokalen Initiativen unter kommunaler Verwaltung gepflegt. Unsere Lösung ist kostenlos, unkommerziell und gemeinnützig. Kern der Lösung ist eine mobile Applikation (Frontend) in Kombination mit einem intuitiv zu bedienenden Informationsmanagementsystem (Backend). Entschließt sich eine Kommune, ein Landkreis oder Verein für Integreat, bekommen diese eine Instanz in der App, welche auf Wunsch bereits eine Informationsvorlage in mehreren Sprachen enthält, die die Kommune dann um lokale Informationen ergänzen kann. Die Vorteile einer App sind dabei die Offline-Verfügbarkeit (volle Funktionalität auch ohne mobiles Datennetz) und die Tatsache, dass viele der Geflüchteten schon ein Smartphone besitzen, um so vor allem in Kontakt mit ihrer Familie zu bleiben.
Die Gründung: Durch die Zusammenarbeit mit dem Verein Tür an Tür e.V. haben Augsburger Studenten aus dem Integreat-Team erfahren, dass im Jahr 1999 eine mehrsprachig gedruckte Broschüre für Asylsuchende herausgegeben wurde. Diese wollten wir nun ins 21. Jahrhundert bringen und haben ein Team aus Studenten und ehrenamtlichen Helfern mit den verschiedensten beruflichen Hintergründen aufgebaut, das wohl alle Kategorien von „Diversity“ erfüllt. Die Entwicklung der App startete im Juli 2015 und Augsburg konnte als erste Stadt am 26. November 2015 „live“ gehen. Mittlerweile sind 16 Städte und Landkreise online und etwa 20 Weitere in Vorbereitung.

 

Integreat/ Tür an Tür - Digital Factory gGmbH
http://integreat-app.de/

Kongress der Sozialwirtschaft als Plattform für Innovationen, Präsentationen und Förderung der Vernetzung

Innerhalb der Sozial- und Gesundheitswirtschaft sehen sich alle Akteure  zunehmend mit drängenden, zukunftsrelevanten Fragestellungen konfrontiert. Viele tradierte Versorgungsmuster funktionieren nicht mehr und etablierte Strukturen können häufig nicht mehr aufrechterhalten werden. Es braucht neue Lösungen, die auf eine Weiterentwicklung des Leistungsspektrums zielen. Die Entwicklung von Innovationen stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Die Praxis zeigt ein komplexes Bild von innovativen Projekten. Daher rufen wir im Vorfeld des 10. Kongresses der Sozialwirtschaft zum Einreichen von Projekten auf, um die Vielzahl der Übersetzungen von neuen Bedarfen in innovative Lösungen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  

 

Welche Projekte können eingereicht werden?

Gesucht werden Projekte, in denen praktische Lösungen zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Sozialwirtschaft erarbeitet werden.


Es sind Projekte gefragt, von denen bereits praktische Erfahrungen vorliegen. Der  Projektbeginn sollte nicht länger als 2 Jahre zurückliegen.

 

Wer kann Projekte einreichen?

Grundsätzlich alle Unternehmen und Organisationen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft in privater, frei-gemeinnütziger und öffentlicher Trägerschaft.

 

Wie werden die ausgewählten Projekte in den Kongresses eingebracht?

Drei  Projekte erhalten die Gelegenheit, sich am Donnerstag und Freitagvormittag der Kongress-Öffentlichkeit im Rahmen der stattfindenden Ausstellung mit einem eigenen Stand zu präsentieren. Daraus resultiert für sie die Chance zu nützlichem kollegialen Austausch und zu einer möglichen Vernetzung mit Gleichinteressierten.

 

Den 2x3 m großen Stand erhalten sie kostenlos und können mit bis zu 2 Ausstellungsbegleitern, einschl. der Übernachtung von Donnerstag auf Freitag und inkl. Vollverpflegung, an dem gesamten Kongress teilnehmen.

 

Zusätzlich erhalten die drei ausgewählten Projekte die Gelegenheit zu einer Präsentation im Plenum der Tagung.

 

Außerdem erfolgt eine schriftliche Darstellung dieser drei Projekte in Kurzform in der Tagungsmappe, als auch in der im Nomos-Verlag erscheinenden Kongressdokumentation in Buchform der Reihe „Edition Sozialwirtschaft“.


Wer wählt die eingereichten Projekte zur Präsentation aus?

Die drei Projekte werden von einer qualifizierten, unabhängigen Jury,  ausgewählt. Auswahlkriterien sind dabei u.a. die Passgenauigkeit zu den Themen des 10. Kongresses, ihr Innovationsgrad und die Praxisrelevanz. 

Der Veranstalter ist nicht zur Präsentation von allen eingereichten Projekten verpflichtet.

 

Die Bewerbungsfrist für unsere Innovationsbörse ist abgelaufen (01. März 2017).


Eine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung erhalten Sie nach der Entscheidung der Jury.